Marzanna Danek-Hnelozub (Polen/Österreich) Mag. Marzanna Danek-Hnelozub, geb. in Krakau, Absolventin der Jagiellonen-Universität (Polonistik, Theaterwissenschaft. Lehramt). Lebt in Österreich, unterrichtet die polnische Sprache an österreichischen Schulen in Niederösterreich und im Burgenland. Gründerin polnischer Bibliotheken in NÖ und im Bgld. sowie in Gefängnissen. Ihre österreichischen Schüler und Schülerinnen nehmen seit Jahren an Polnisch-Wettbewerben in Warschau teil, viele von ihnen gewannen Preise. Sie schreibt Gedichte, Aphorismen, Erinnerungen, Erzählungen, satirische Werke, Monodramen und Dramen, betätigt sich als Journalistin, Redakteurin der philosophisch-philologischen Zeitschrift „Aspekty“, registriert in der Polnischen Nationalbibliothek. Ihre Werke wurden in Polen, Österreich, Norwegen und den USA veröffentlicht. Sie ist Gewinnerin zahlreicher Preise bei literarischen Wettbewerben.
Deutsch
OHNE TITEL
ich fühlte auf mir
plötzlich
den prüfenden Blick
des Eichenbaums,
so mächtig, dass mein Gesicht
rot wurde.
Ablehnung? Zögern?
unsicher verneigte ich mich,
ängstlich zischte ich:
„Guten Tag“
dem Eichhörnchen, das
jeden meiner Schritte verfolgte.
Schnell tauchte es auf,
unklar woher.
Ich warf eine Nuss,
streichelte das rötliche Flämmchen,
das schnell in den Armen
der Bäume verschwand.
Die Eiche senkte
einen Ast
und lud mich in ihr
Inneres ein.
Ich ging hinein
in den jungfräulichen Wald.
Das Eichhörnchen erschien wie ein Flämmchen,
wie aus dem Nichts,
überall – selbst zwischen den Versen
des Gedichts.
Der Wald, unberührt
von menschlichen Gedanken.
Die Farnblüte und die ergrauten Bäume,
Schlangen, Maulwürfe, Rehe, Wölfe.
Das Eichhörnchen schaute mich
böse an.
Der Waldboden war übersät
mit Pilzen,
Walderdbeeren, Blaubeeren.
Ich riss eine reife Himbeere ab.
Das Eichhörnchen warf schelmisch
mit Eicheln nach mir.
Die Eberesche hatte ihre
Beeren abgeworfen
und schmückte mich
mit den roten Perlen des Waldes.
Das Eichhörnchen erstarrte vor
Eifersucht,
versuchte mir erfolglos
die Perlenkette vom Hals zu reißen.
Ich bin im Paradies,
dachte ich.
Das Eichhörnchen knabberte an
den Ästen,
um mir den Weg zu versperren,
während es nervös mit den Zähnen knirschte
und mit dem Puschelschwanz
vor meinen Augen wedelte.
Die Eiche
schaute mich weiterhin an,
ignorierte das Eichhörnchen.
Das Eichhörnchen,
das wie eine Flamme durch die Bäume huschte,
als wollte es
einen Waldbrand entfachen,
die Nüsse fest an sich gedrückt,
warf mir böse Blicke zu.
Die Eiche
breitete die Äste aus
wie Arme
und sprach:
du bist zuhause
Übersetzt von der Lyrikerin
Polnisch
Bez tytułu
poczułam na sobie
nagle
badawcze spojrzenie
dębu
tak męskie, że twarz moja
zalała się pąsem
z dezaprobatą? wahaniem?
niepewnie skinęłam głową
zakłopotana wyszeptałam
dzień dobry
wiewiórce, która śledziła każdy mój krok pojawiając się
nagle nie wiadomo skąd rzuciłam orzech, pogłaskałam drobny ognik, co
błyskawicznie zniknął w ramionach drzew
dąb skinął gałęzią
zapraszając w głąb
siebie
weszłam
w dziewiczą puszczę
wiewiórka jak rudy płomyk pojawiała się dalej znienacka
wszędzie, nawet między wersami wiersza
puszcza nietknięta
ludzką myślą
kwiat paproci i posiwiałe drzewa
węże krety sarny wilki
wiewiórka przyglądała mi się złośliwie
ściółka leśna wysypała
grzybami
poziomki borówki
zerwałam soczystą malinę
wiewiórka złośliwie ciskała we mnie żołędziami
jarzębina strząsnęła
paciorki zdobiąc mnie
czerwonymi koralami lasu
wiewiórka zastygła z zazdrości, próbowała bezskutecznie
poszarpać korale
jestem w raju - pomyślałam
wiewiórka szczypała gałęzie, by zagradzały mi drogę
nerwowo zgrzytając zębami, bijąc kitką po oczach
dąb
patrzył na mnie dalej
ignorując wiewiórkę
wiewiorka jak płomień migotała wśród drzew jakby chcąc
wywołać pożar las ciskała orzechy i złe spojrzenia
rozłożył gałęzie
jak ramiona i
jesteś w domu
powiedział
Marzanna Danek